Sehenswertes

Infos zur Region

Wir treffen in diesem Landstrich auf eine bewegte Geschichte, deren Zeitzeugnisse oft versteckt sind und mit etwas Mühe entdeckt werden können. Kelten und Römer, ebenso Alemannen auf denen die überlegenen Franken folgten, siedelten in diesem Gebiet. Angelsächsische Mönche wie Willibald, Wunibald und Walburga, erschlossen den an der Nibelungenstraße gelegenen Hahnenkamm.

Römische Spuren visualisiert die villa rustica in der Nähe von Hüssingen, auch die kath. Pfarrkirche in Gnotzheim. Dort befinden sich in der Nordwand Weihesteine aus dem römischen Kastell Mediana (144n. Chr.). Die Stadt Weißenburg mit seinem Limes-Informationszentrum am Obergermanisch-Raetischen Limes, dem Römermuseum, den Römischen Thermen und Römerkastell Biriciana gibt Einblicke in die römische Lebensweise.

Für Naturliebhaber ein unbedingtes muß sind die Steinernen Rinnen. Die Längste mit fast 130 Meter und einem Kalktuffdamm bis zu 160 Zentimeter befindet sich oberhalb von Wolfsbronn/Meinheim. Die Bildung der Tuffdämme beruht auf dem Ausfällen von Kalk aus hartem, hydrogenkarbonathaltigem Wasser. Die sieben Quellen zwischen Heidenheim und Hechlingen am See, der Hechlinger Hohlweg sowie der Hahnenkamm Erlebnispfad lassen Natur erleben.

Lohnende Ziele für geologisch Interessierte: der Suevit-Steinbruch bei Hainsfarth und das Rieskratermuseum in Nördlingen, Geopfade am Hesselberg, in Treuchtlingen und im Hahnenkamm.

Münster und Kloster Heidenheim

752 wurde das fränkische Urkloster durch den Angelsachsen Wunibald gegründet, von 761 bis 779 durch dessen Schwester Walburga geleitet. Das Münster besteht aus einer dreischiffigen, romanischen Pfeilerbasilika mit Querschiff, Vorhalle und zwei markanten Westtürmen. Grabmal des Hl. Wunibald und der Hl. Walburga. Nördlich der Kirche gotischer Kreuzgang und Heidenbrünnlein. Führungen durch das Münster über das Evangelisch-Lutherische Dekanat Heidenheim, Ringstraße 1, 91719 Heidenheim, Telefon: 09833/275

Schloss Spielberg

Das Schloss steht an exponierter Lage und der Kern stammt wohl aus dem 12. Jh. Die ringförmige Anlage stammt wahrscheinlich aus den 14./15.Jh., der Wohnbau aus dem 18. Jh. Romantisch ist die Schlosskapelle, Besitzer sind die Fürsten zu Oettingen-Spielberg. Lange Zeit hatte der Bildhauer und Maler Ernst Steinacker dort seine Wohnung und sein Atelier. Heute bewohnt dessen Frau das von Ihm sanierte Schloss. Führungen nach telefonischer Vereinbarung: 09833/357

Katharinen Kapelle

Das Wahrzeichen von Hechlingen ist die Ruine der St. Katharinen-Kapelle. Das ehemalige Gotteshaus stammt aus dem 15. Jh. Und war Wallfahrtsziel der Wallfahrer von Mitteleschenbach nach Wemding. Verfall ab dem 18.Jh. Seit 1903 Denkmalobjekt und Restaurierung. Bei Grabungen fand man Hinweise auf eine mittelalterliche Wohnanlage aus dem 13. Jh. Im August findet jährlich das Kapellfest statt, welches mit einem Gottesdienst beginnt. Traumhafter Rundblick bis ins Ries.

Schlossberg

Nördlich der Stahlmühle, gegenüber dem Hohlen Stein erhebt sich der Schloßberg. Von der Burg, vermutlich im 11. Jh. erbaut sind heute Burgwall und Burggraben sichtbar. Ursprünglich im Besitz der Herren von Stahelsberg, dann folgten die Herren von Truhendingen. Vermutlich Anlage einer Klosterkirche mit Kloster. Übersiedlung nach Zimmern im Ries (heute Klosterzimmern).

Heimat- und Hafnermuseum

Ein kleines mit viel Liebe und Hang zum Detail eingerichtetes Museum im Zehntstadel gegenüber dem ehemaligen Kloster Heidenheim lädt in die Wohn- und Arbeitswelt unserer Vorfahren ein. Hauptschwerpunkt bildet die Keramik, welche eine 300 jährige Tradition im Hahnenkamm hat. Lebendig wird das Kleinod beim alljährlich stattfindenden Museumsfest. Öffnungszeiten: nach Vereinbarung, Telefon: 09833/209, 988693 oder 1390